Patrizia Westphal

Ich begleite Menschen, weil ich selbst weiß, wie tief Verlust das Leben verändert

Manche Wege versteht man nicht aus Büchern.

Ich habe selbst erlebt, wie sich ein Leben von einem Moment auf den anderen verändern kann. Wie aus einem gemeinsamen Alltag plötzlich Pflege, Verantwortung, Angst, Hoffnung und später tiefe Trauer werden.

Diese Erfahrung prägt meine Arbeit.

Heute begleite ich Menschen, die einen Verlust erlebt haben und sich einen geschützten Raum wünschen. Einen Raum, in dem nicht erklärt werden muss, was gerade schwer ist. Einen Raum, in dem Schmerz, Liebe, Erinnerung, Stille und neue Orientierung nebeneinander da sein dürfen.

Dabei arbeite ich mit Gespräch, Natur, Pferden und Eseln – ruhig, achtsam und in dem Tempo, das für den Menschen vor mir stimmig ist.

Mein eigener Weg

Wenn aus einem Wir ein Ich wird

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Leben plötzlich eine Richtung nimmt, auf die man nicht vorbereitet ist.

2018 veränderte sich unser Familienleben von einem Moment auf den anderen. Mein Mann erlitt einen Herzstillstand und erhielt die Diagnose eines hypoxischen Hirnschadens.

Nach Wochen zwischen Hoffen, Bangen und medizinischer Ungewissheit wachte er aus dem Koma auf. Er konnte jedoch nicht mehr sprechen und sich nicht selbstständig bewegen.

Von da an wurde unser Alltag ein anderer.

Pflege.
Therapie.
Anträge.
Organisation.
Kinder.
Haushalt.
Krankenkasse.

Und immer wieder die Frage, wie man weiterlebt, wenn nichts mehr ist wie vorher.

In dieser Zeit entstand zwischen meinem Mann und mir eine Verbindung, die nicht mehr auf Worte angewiesen war. Eine Nähe, die stiller wurde – aber nicht weniger tief.

Ende 2019 starb mein Mann.

Mit einem Schlag wurde aus unserem Wir ein Ich.

Diese Erfahrung hat mich verändert. Sie hat mir gezeigt, dass Trauer nicht einfach „losgelassen“ werden muss. Liebe bleibt. Verbindung kann bleiben. Und manchmal braucht es einen geschützten Raum, um für diese Liebe einen neuen Platz im eigenen Leben zu finden.

Später kam mein Hund in mein Leben. Er wurde für mich zu einem wichtigen Begleiter auf meinem eigenen Trauerweg. Er brachte mich wieder nach draußen. Schritt für Schritt. An Tagen, an denen ich selbst kaum Kraft dafür hatte, gab er mir einen Grund, in Bewegung zu kommen und dem Leben wieder vorsichtig zu begegnen.

Aus diesem Erleben heraus ist mein Wunsch entstanden, andere Menschen in ihrer Trauer zu begleiten – achtsam, klar und mit viel Respekt für den eigenen Weg jedes einzelnen Menschen.

Was mir wichtig ist

Trauer braucht keinen Druck. Sie braucht Raum

In meiner Arbeit geht es nicht darum, Trauer zu beschleunigen oder einen Menschen möglichst schnell wieder „funktionierend“ zu machen.

Trauer darf da sein.
Liebe darf bleiben.
Und der nächste Schritt darf klein sein.

Ich begleite Menschen achtsam, klar und in ihrem eigenen Tempo – mit Gespräch, Natur, Pferden, Eseln und einem geschützten Ort, an dem nichts erklärt oder bewiesen werden muss.

Achtsamkeit statt Druck

Du musst nichts leisten, nichts beweisen und nichts „richtig“ machen. Trauer darf sich zeigen, wie sie gerade ist – leise, schwer, widersprüchlich oder auch ohne Worte.

Stille statt Erklären müssen

Manchmal fehlen in der Trauer die passenden Sätze. Dann können Natur, Tiere und ein sicherer Rahmen helfen, ohne dass alles ausgesprochen werden muss.

Verbindung statt Loslassen müssen

Für mich bedeutet Trauer nicht, die Liebe zu beenden. Oft geht es darum, der Verbindung einen neuen Platz im Leben zu geben.

Vielleicht geht es nicht darum, schneller weiterzugehen.
Vielleicht geht es erst einmal darum, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.

Tiere als stille Begleiter

Warum ich mit Pferden und Eseln arbeite

Auf meinem Hof im Bayerischen Wald leben Pferde, Ponys, Esel, Hunde und Katzen. Sie alle prägen die besondere Atmosphäre dieses Ortes.

In meiner Trauerbegleitung stehen vor allem Pferde und Esel im Mittelpunkt. Nicht, weil sie etwas „tun“ müssen. Sondern weil ihre Gegenwart Menschen auf eine besondere Weise berühren kann.

Pferde nehmen sehr fein wahr, was im Menschen geschieht. Sie reagieren auf Körpersprache, innere Spannung, Nähe, Abstand und Stimmung oft unmittelbar. Dadurch können Begegnungen entstehen, die nicht erklärt werden müssen und trotzdem etwas sichtbar machen.

Esel bringen eine andere Qualität mit. Sie sind ruhig, klar, aufmerksam und oft sehr entschieden. Sie laden dazu ein, langsamer zu werden, stehen zu bleiben und wieder mehr bei sich selbst anzukommen.

Gerade diese Unterschiedlichkeit macht die Arbeit mit Pferden und Eseln wertvoll.

In der Begleitung geht es nicht um Leistung. Es wird nicht geritten. Die Begegnung geschieht am Boden, achtsam und in einem geschützten Rahmen.

Du musst nichts können.
Du musst nichts beweisen.
Du darfst einfach da sein.

Pferde

Pferde können fein spiegeln, was innerlich gerade bewegt. Sie reagieren unmittelbar auf Körpersprache, Spannung und Stimmung und können dadurch helfen, wieder mehr Kontakt zu sich selbst zu spüren.

Esel

Esel bringen Ruhe, Klarheit und Entschleunigung in die Begegnung. Sie lassen sich nicht drängen und laden dazu ein, im eigenen Tempo anzukommen.

Manchmal entsteht genau dort ein Moment von Halt, wo Worte allein nicht ausreichen.

Ausbildung und Erfahrung

Persönliche Erfahrung und fachliche Grundlage

Meine eigene Geschichte ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Sie hilft mir, Menschen in Trauer nicht nur theoretisch zu begegnen, sondern mit einem echten Verständnis dafür, wie tief Verlust das Leben verändern kann.

Gleichzeitig ist mir wichtig, Menschen nicht allein aus persönlicher Erfahrung heraus zu begleiten.

Trauerbegleitung braucht Achtsamkeit, Klarheit, Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein. Deshalb habe ich verschiedene Aus- und Weiterbildungen absolviert, die meine Arbeit fachlich tragen.

Ich verbinde persönliche Erfahrung, systemische Beratung, Stressbewältigung, Trauerbegleitung und die achtsame Arbeit mit Pferden und Eseln zu einem geschützten Begleitungsraum.

Qualifikationen

  • Zertifizierte Weiterbildung zur Trauerbegleiterin
  • Zertifizierte Fortbildung Trauerbegleitung mit Pferd
  • DBVB-zertifizierte Ausbildung zur Systemischen Beraterin
  • Schwerpunkte in Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe
  • Achtsamkeit und Meditation
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Methodik und Didaktik
  • Zertifizierte Weiterbildung zur spirituellen Lebensberaterin
  • Zertifizierte Weiterbildung zur Berufsbetreuerin

Diese Begleitung ersetzt keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung. Sie kann jedoch ein geschützter, stärkender Raum sein, wenn du dir in einer schweren Lebensphase Begleitung, Natur, Tiere und einen achtsamen Rahmen wünschst.

Einblicke

Mehr über meinen Weg

Über meinen persönlichen Weg, meine Erfahrungen und meine Arbeit wurde bereits in verschiedenen Medien berichtet.

Wenn du mehr über meine Geschichte erfahren möchtest, findest du hier einige Einblicke.

Medienliste:

Passauer Neue Presse
Jung verwitwet: Wie Patrizia Westphal den Tod ihres Mannes verarbeitet
Artikel lesen

idowa
Nach eigenem Schicksalsschlag: Münchnerin hilft Menschen in Kollnburg
Artikel lesen

Viechtacher Anzeiger
Ein Leben auf Pause
Artikel lesen

auf einen Blick
Wenn aus dem WIR ein ICH wird
Artikel lesen

Fachzeitschrift Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not e. V.
Artikel über Patrizias Geschichte und ihren Weg
Artikel lesen

Diese Berichte erzählen einen Teil meines persönlichen Weges. Heute fließt diese Erfahrung in meine Arbeit mit Menschen in Trauer ein – achtsam, klar und mit einem geschützten Raum in der Natur.

Ein erster Schritt

Wenn du spürst, dass du nicht allein weitergehen möchtest

Du musst noch nicht genau wissen, was du brauchst.

Vielleicht möchtest du erst einmal erzählen, was passiert ist.
Vielleicht möchtest du fragen, ob diese Form der Begleitung für dich passen kann.
Vielleicht möchtest du einfach prüfen, ob du dich bei Patrizia, den Tieren und an diesem Ort sicher fühlst.

Dafür gibt es das kostenfreie Orientierungsgespräch.

Es ist ein geschützter erster Kontakt.
Ohne Verpflichtung.
Ohne Druck.
Und in deinem Tempo.